Mafia 2 Review – Willkommen in der Familie
Vor ungefähr acht Jahren erschien der erste Teil von Mafia für den PC auf den Markt und mauserte sich zu einem großen Erfolg für 2K Games. Man konnte schon damals einige großartiges Akzente im Bereich der Dramaturgie und Atmosphäre setzen. Trotz einer offenen Welt, konzertierte man sich auch im ersten Teil auf die Story und gab einen linearen Plot vor. Dieses Prinzip hat man auch in Mafia 2 beibehalten und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass man als Spieler nicht gerade eine Sightseeing-Tour durch Empire Bay startet. Schließlich würde man einen Kinofilm auch nicht stoppen, um sich im restlichen Gebäude umzusehen.
Inhaltlich schließt Mafia 2 nicht an seinen Vorgänger an, sondern setzt auf eine komplett neue Geschichte. Als Spieler schlüpfen wir in die Rolle von Vito Scaletta der mit seinen Eltern, in den Wirren des zweiten Weltkriegs, aus der italienischen Heimat nach Empire Bay reist. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten fängt man ein neues Leben an und hofft auf eine bessere Zukunft. Doch wie es nun einmal kommen muss, läuft nicht alles so rosig wie man es sich erhofft hat. Der Vater muss für einen Hungerlohn in den Docks arbeiten und Vito gerät mit dem Gesetzt in Konflikt. Statt ihn direkt in den Knast zu schicken, macht ihm Uncle Sam ein lukratives Angebot. Entweder tritt er seine Haftstrafe an oder geht als Soldat nach Italien und kämpft für die US-Armee. Keine Frage, wofür sich Vito entscheidet. So steuert man Vito zunächst einmal auch als Soldat im 2.Weltkrieg und muss ein Rathaus einnehmen und Mussolinis Soldaten besiegen. Wegen seines ehrenhaften Einsatzes und einer Kriegsverletzung kann er für ein paar Tage nach Empire Bay zurück. Hier trifft er auf seinen alten Freund Joe, der inzwischen einige Verbindungen zur Mafia aufgebaut hat. Durch seine Hilfe muss Vito auch nicht mehr zurück nach Italien. Dafür warten andere Gefahren auf ihn in Empire Bay.
Obwohl er sich aus dem kriminellen Milieu heraushalten will gelingt ihm dies nicht wirklich. Sein verstorbener Vater hat Schulden bei einem Kredithai, die nun seine Mutter begleichen muss. Um die 2.000 US-Dollar so schnell wie möglich aufzutreiben, bittet er Joe um Hilfe. Nach und nach übernehmen beide Freunde immer mehr Aufträge von der Mafia und können sich in kurzer Zeit einige Annehmlichkeiten leisten. Dabei ist Vito keinesfalls ein Chorknabe, den die Umstände dazu gezwungen hätten, diesen Weg einzuschlagen. Er findet immer mehr Gefallen an seinem neuen Leben und sieht darin die Chance nicht so zu enden, wie sein Vater. Die Missionen sind nicht monoton und bieten sehr viel Abwechslung. Neben klassischen Überfällen und Rettungsmissionen, kommen auch Einsätze vor, in denen man etwas diffiziler vorgehen muss. So muss Vito unter anderem in ein Regierungsgebäude einbrechen und unbemerkt Benzinmarken klauen, die er wiederrum in der nächsten Mission unter Zeitdruck in bare Münze umwandeln muss. Genau wegen dieser Marken gerät Vito dann auch in Schwierigkeiten.











